GBS-Mitgliederversammlung 2019

Sehr herzlich laden wir zu unserer diesjährigen Mitgliederversammlung ein, die am Freitag, den 08.11.2019, von 14.00-15:30 Uhr in Münster stattfinden wird.

Der Jahresversammlung geht auch diesmal wieder ein öffentlicher Teil mit interessanten Beiträgen voraus, der um 11:30 Uhr beginnt und zu dem wir ebenfalls herzlich einladen.

Alle Details zum Programm sowie zum Versammlungsort entnehmen Sie bitte der folgenden PDF-Datei.

Call for Abstracts – The COMELA 2020

The Conference on Mediterranean and European Linguistic Anthropology 2020
Following the growth of The Global Network for Linguistic Anthropology, we announce The COMELA 2020, The Conference on Mediterranean and European Linguistic Anthropology 2020.

Purpose and Structure – Over 500 scholars globally will gather to present papers and engage in progressive discussion on the Linguistic Anthropology, Language and Society, and related fields, of The Mediterranean and Europe. The COMELA is fully Non-Profit, where all publishing with the JOMELA (its scholarly journal) is free, as the COMELA refuses to implement a pay to publish system. The COMELA sources funding/grants to assist people in impeded economic positions, who require funding to access the COMELA Conference, and display strong ability in their work. COMELA proceedings will be indexed with SCOPUS and will contribute to ranked and cited publications for all those accepted to present, as well as publishing papers in Top Tier Journal Publication Special Issues.

Location – American University of Greece, Athens, Greece
Date – September 2-5, 2020
Theme – Bounded languages … Unbounded, a theme highly pertinent to Mediterranean and European regions and countries in the current climate of transnationalism. The COMELA 2020 theme, “Bounded languages … Unbounded,” encapsulates the ongoing struggle throughout Mediterranean and European regions. The tension between demarcation and legitimization of languages, language ideologies, and language identities, is entering an era where new modes of interactivity require language communities with roles superordinate to the past. Flexible citizenship now operates within, and not only across, language communities, to unbind languages, yet to create new boundaries never seen throughout history. The COMELA 2020 invites work on shifting boundedness of Language Communities of the Mediterranean and Europe. Submissions should acknowledge and describe processes of language shape, change, and ideology, pertinent to social, cultural, and political histories and futures, of Mediterranean and European regions, or work by those working in Mediterranean and European regions.
Keynote and Plenary Speakers – Jan Blommaert and other prominent Keynote Speakers

Offical Partners
Taylor and Francis Global Publishers (Official Partners)
SOAS, University of London
University College London
Over 120 academic institutions globally (University of Hawai’i, Temple University, University of Illinois University, Montclair State University, Ohio State University, University College Dublin, Stockholm University, and so forth)

Scientific Committee of over 120 academics globally prominent in Linguistic Anthropology and related fields

CALL FOR ABSTRACTS OPENS – June 1, 2019
Publications – Several Special (Top-Tier/Scopus/ISI/ACHI/SSCI) Journal issues and monographs are planned with well ranked publications and publishers only, from papers submitted to the COMELA 2020 that meet review requirements. Ample assistance is provided to revise papers.
Abstract Submissions – The Call for Abstracts is now open, at the following link, with all information. https://comela2020.acg.edu
Anthropological Excursion – Attica, Greece (final day) – Several options to select from.  
Facebook: https://www.facebook.com/thecomela
Twitters: https://twitter.com/The_COMELA

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Sincerely,
Nhan Huynh
Head of Communications

The COMELA 2020, September 2-5, 2020, The American College of Greece, Athens, Greece
(Theme: Bounded Language … Unbounded).
The world unites in Mediterranean and European Linguistic Anthropology
https://comela2020.acg.edu

Brief an den Innenminister des Bundes und die Innenminister der Länder Brandenburg und Sachsen

Zum Thema „Minderheitensprachenmobbing in Deutschland: Sorben und Wenden werden wegen Sprache angegriffen“ hat der Vorstand der GBS nun auch jeweils einen Brief an den Innenminister des Bundes (Horst Seehofer) und die Innenminister der Länder Brandenburg (Karl-Heinz Schröter) und Sachsen (Prof. Dr. Roland Wöller) geschrieben.

Den Brief können Sie hier als PDF-Datei herunterladen.


Minderheitensprachenmobbing in Deutschland: Sorben und Wenden werden wegen Sprache angegriffen

Dass staatliche Institutionen oder gesellschaftliche Gruppen den Gebrauch einer Sprache gewalttätig unterdrücken, so dachten wir, sei ein Phänomen des 20. Jahrhunderts. Ein Bericht in der Zeit Nr. 06/2109 hat uns hier kürzlich die Augen geöffnet und blankes Entsetzen ausgelöst. Der Gebrauch des Sorbischen, eine der wenigen offiziell anerkannten Minderheitensprachen in Deutschland, wird jetzt wieder als Anlass für verbale und handgreifliche Attacken genommen. Wie kann es sein, dass hier mitten in Europa eine seit weit über 1000 Jahren sesshafte, heute recht kleine Bevölkerungsgruppe, seit Langem als schutz- und förderungswürdig anerkannt, jetzt von randalierenden Schlägern, nicht zufällig vornehmlich von Rechtsextremisten, attackiert wird? Das Vorgehen erinnert in fataler Weise an die Anfänge der Verfolgung der Sorben und Wenden im Nationalsozialismus. Hier gilt es, sich energisch dagegen zu wehren und dafür zu sorgen, dass diese Angriffe sofort gestoppt werden. Dazu gehört, dass Angriffe auf Sorben und Wenden von den zuständigen Behörden systematisch dokumentiert und polizeilich verfolgt werden. Die zuständigen Innenministerien in Dresden und Potsdam müssen klar Stellung beziehen und Gegenstrategien entwickeln und umsetzen, unterstützt vom Bundesinnenministerium.

Man sollte meinen, dass eine anerkannte und alteingesessene Minderheitensprache wie Sorbisch/Wendisch im Vergleich mit vielen Hunderten von anderen Idiomen weltweit recht gute Überlebenschancen haben müsste. Die Menschen in der Lausitz, sofern sie diese Sprache sprechen, schreiben oder zumindest als kulturelles Erbe achten, sind nicht von Hungersnot, Erdbeben, Vertreibung oder staatlicher Unterdrückung bedroht. Im Gegenteil: Der Gebrauch der traditionellen Sprache wird staatlich unterstützt, was wir nachdrücklich begrüßen. Nicht zuletzt deshalb ist diese neuerliche Form der aktiven Unterdrückung umso schockierender.

Wichtig in diesem Zusammenhang ist, dass ein sorbischsprachiges Bildungssystem im Prinzip gegeben, aber viel zu schwach ausgebaut ist. Laut aktuellem Kommissionsbericht sind die Erfolge in sorbischsprachiger Schulbildung in der brandenburgischen Niederlausitz eher mager. Die Gründe hierfür sind vielfältig. Aber wenn man abends auf der Straße Angst haben muss, nur weil man Sorbisch/Wendisch spricht, macht das alle Bemühungen in dieser Richtung zunichte.

Dabei ist auch nicht zu vergessen, dass die Lausitz nach der Kölner Bucht das zweite große deutsche Braunkohlerevier ist. Viele Dörfer wurden umgesiedelt oder die Bewohner anderswohin verstreut. Man kann davon ausgehen, dass Sorbisch/Wendisch wichtige Domänen des lebendigen Gebrauchs verliert, wenn alte nachbarschaftliche Beziehungen nicht mehr zum kommunikativen Alltag gehören.

(Textbeiträge: Arndt Wigger, Nikolaus Himmelmann, Katharina Haude)

Neuer Fachinformationsdienst Zentralasien

Unser Mitglied Johannes Reckel weist auf den neuen Fachinformationsdienst (FID) Zentralasien hin, der ab 2019 von der DFG genehmigt wurde und von ihm in Göttingen geleitet wird:
http://gepris.dfg.de/gepris/projekt/414016541

Der Fachinformationsdienst Zentralasien sammelt insbesondere uigurische, mongolische und weitere Literatur in den autochthonen Sprachen Zentralasiens und Sibiriens und über die autochthonen Völker dieser Region. In Göttingen liegt u.a. die deutschlandweit größte Sammlung an Literatur Sinkiangs.

PD Dr. Johannes Reckel
Fachreferate Ost- und Zentralasien, sowie Sibirien
Georg August Universität Göttingen
Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek
37070 Göttingen

GBS-Mitgliederversammlung 2018

Im öffentlichen Teil unserer diesjährigen Mitgliederversammlung (Freitag, 09.11.2018) wird es zwei spannende Vorträge geben (PDF):

  • Henrike Frye: »Das Raunsepna (PNG) Patenschaftsprojekt«
  • Sonja Gipper & Frank Seifart: »Bericht zur Ausstellung Was fremde Sprachen anders machen«

Die Vorträge finden von 11:00 bis ca. 12:30 Uhr im Seminarraum des Instituts für Linguistik,
Universität zu Köln, Meister-Ekkehart-Str. 7, 2. Stock rechts statt.

Die Mitgliederversammlung der GBS findet von 13:30 bis 15:00 Uhr im selben Raum statt.